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Nähe wird bedrohlich, wenn ich meine Grenzen nicht kenne oder verteidigen kann. Dann besteht nämlich die Gefahr, mich in der Nähe „aufzulösen“. Der Blick ist dann nur mehr auf meine/n PartnerIn und sein/ihr Wohlergehen gerichtet. Ich übersehe oder übergehe meine eigenen Bedürfnisse so lange, bis ich nicht mehr kann, mir der Kragen platzt oder mein Körper „schreit“.
Irgendwann zu Beginn meines Lebens habe ich erfahren, dass ich die Nähe, die ich brauche um zu überleben, nur bekomme, wenn ich mich unterordne und die Bedürfnisse der Anderen an die erste Stelle rücke. Das wurde zu meinem Überlebensmuster in dieser Zeit. Das ist zu meinem Muster geworden, in jeder Beziehung in der ich Nähe möchte. Darum ist es „sicherer“, keine Beziehung einzugehen, wenn ich auf meine Bedürfnisse achten möchte. Dabei sehne ich mich sosehr nach Nähe. Ein Teufelskreis! Nähe und Einssein mit geliebten Menschen ist ein menschliches Grundbedürfnis, das jedoch nur mit der Fähigkeit zur Abgrenzung möglich ist. |